Red Grid

INTERSPACE-Die kreative Stadt

Studierende
Semester
Art des Projekts

Ausgehend von der Analyse zur Kreativität in der Stadt Bremen ist deutlich geworden, dass Bremen nicht nur einen neuen kreativen Ort benötigt, sondern es ein gesamtes kreatives Netzwerk in der Stadt bedarf, um die jungen und kreativen Absolventen in der Stadt zu halten. Dabei ist die Idee entstanden, die zur Verfügung stehenden Container des roten Dorfes, auf verschiedenste Orte in allen Stadtteilen Bremens zu verteilen, um immer wieder neue und auch unterschiedliche kreative Hotspots zu schaffen. Das Besondere an diesem Konzept ist, dass sich die nötige Kreativität der Stadt Bremen immer an Angebot und Nachfrage der Bevölkerung, die in dieser Stadt leben, anpasst und demnach fluide ist. Die einzelnen Hotspots sind also immer temporär in Nutzung und Ort platziert. Dieses entwickelte Netzwerk wächst und schrumpft und bewegt sich immer, je nachdem, wie das Angebot angenommen wird. Wir denken, dass sich die Stadt Bremen dadurch zu einer kreativen Hochburg entwickeln wird, da die Hotspots mit ihrer temporären, aber dennoch ortsspezifischen Nutzung, jegliche Branchen mit unterschiedlichen kreativen Bedürfnissen, ansprechen.

Um diese Idee an die potentiellen Nutzer des Netzwerkes heranzutragen, haben wir für die Container sowie für das gesamte Projekt ein einheitliches Layout mit einem markanten Wiedererkennungswert entwickelt, welches sich in der gesamten Stadt ausbreitet. Die einzelnen Hotspots sind immer in dem gleichen roten Farbton mit dem dazugehörigen gleichartigen Logo gestaltet und variieren lediglich in ihrer Nummerierung, Nutzung und Anordnung. Zusammenspielend mit der optischen Wahrnehmung im städtischen Raum, unterstützt eine App das gesamte Konzept. Alle teilnehmenden kreativen Nutzer werden mittels dieser Applikation auf neue Hotspots, unterschiedliche Veranstaltungen und mögliche Mitnutzer aufmerksam gemacht. Durch die Nutzung dieser Hotspots, entsteht automatisch der Austausch zwischen Menschen und schafft damit neue Verbindungen. Diese neuen Kontakte dienen dazu, dass Besucher sich nicht nur in ihrem Stadtteil aufhalten, sondern gerne auch für eine Veranstaltung einen anderen, noch eher unbekannten, Stadtteil besuchen und so wird das kreative Potential der Stadt Bremen gefördert.

Betrieben wird dieses Netzwerk zunächst von unserer Gruppe, die Studierenden der Hochschule Bremen und der Hochschule für Künste. Fungieren soll dieses Modell mit den jeweiligen ortsansässigen Firmen, Vereinen oder einzelnen Personen. Diese möchten gerne ihre Kreativität ausstellen, um auf ihre Leistung aufmerksam zu machen und mieten sich dafür temporär einen Container oder sogar eine Kombination aus mehreren Containern an und werden zu Container-Paten. Zunächst bedarf dieses Netzwerk viel Input und Investition und wird danach von den Nutzern und Betreibern selbstgetragen.

Insgesamt bieten diese Hotspots in ganz Bremen Orte für Menschen, die ihre Kreativität zeigen, teilen, ausleben, ausstellen, erweitern und weiterentwickeln wollen. Von Sprachkursen, über Kinderbetreuung, bis hin zu Kunstausstellungen oder einfachen kleinen Co-Working-Spaces mit integriertem Café, kann in diesen Containern nahezu alles angeboten und ausprobiert werden.

Hastedt

Hastedt ist ein Stadtteil, der sich im Bremer Osten befindet. Aufgrund vieler angesiedelter Schulen, Kindertagesstätten und auch Seniorenpflegeheimen, sind in diesem Viertel vor allem viele Familien angesiedelt. Die Kreativität an diesem Ort bezieht sich vor allem auf neue Ideen, Fantasien und Vorstellungen  von Kindern und Jugendlichen und bietet so einen weiteren Standpunkt für einen kreativen Hotspot des Red Grids mit einer für diesen Stadtteil spezifischen Nutzung.

Der Wochenmarkt Hastedt grenzt an mehrere Schulen und Kindergärten dieses Quartiers und wird wöchentlich mit einem Markt und weiteren Veranstaltungen bespielt. Die Container an diesem Standort können als Kinderbetreuungsanlaufpunkte mit integriertem Spielplatz dienen, um den Bezug zu den Bildungsstätten in der Umgebung aufzunehmen. Des Weiteren können an diesem zentralen Punkt des Bezirkes Sprachkurse im Tandemsystem stattfinden oder er wird als Anlaufstelle für schulinterne Forschungsprojekte für Kinder und Jugendliche genutzt.

Die Anordnung der Container ergibt sich über die Fluchten und Kanten des vorzufindenden Städtebaus. Die Konstellation öffnet sich zu dem Platz, um mit den dort stattfindenden Veranstaltungen zusammenzuspielen. Eine Abgrenzung zu den Straßen bietet zusätzlich Schutz für die Kinder.

 

Überseestadt

Die Überseestadt ist ein neuer, sich noch im Aufbau befindender Stadtteil im Westen Bremens. In diesem Viertel sind viele neue, kreative Firmen und Start-Ups angesiedelt. Die Nähe zur Hochschule für Künste unterstützt die bereits vorhandene Kreativität in diesem Bezirk. Ein Hotspot des Red Grids in der Überseestadt ist von daher von wichtiger Bedeutung, um den Kreativitätsfluss des Netzwerkes weiter auszubauen.

Der Ludwig-Franzius-Platz in der Überseestadt bietet mit seiner Lage am Wasser einen besonderen und kreativen Ort für eine Kombination der roten Container. Die Nutzung des Hotspots an diesem Standort kann sich auf den schnelllebigen Tagesablauf der jungen Unternehmen beziehen und diese unterstützen.

Die Anordnung der Container ergibt sich über die Fluchten und Kanten des vorzufindenden Städtebaus. Die Konstellation öffnet sich zu dem Platz, um mit den dort stattfindenden Veranstaltungen zusammenzuspielen.

 

Walle

Walle ist ein Stadtteil Bremens, der etwas außerhalb der Stadt gelegen ist und von daher mehr Vernetzung zur Innenstadt bedarf. Somit bietet er einen idealen Standpunkt für das kreative Netzwerk des Red Grids, um auf sich aufmerksam zu machen. Derzeit ist Walle eher ein Quartier, in dem es an kreativen Orten mangelt und eine Neugestaltung oder Umstrukturierung auch eine Aufwertung für den Stadtteil ist.

Der Standort, der Parkplatz bei dem Wallecenter, ist, aufgrund seiner guten Verkehrsanbindung eine ideale Fläche für eine Konstellation der roten kreativen Container. Als Nutzung ist in diesem Fall eine Werkstatt, für zum Beispiel Fahrräder, angeordnet, die mit dem Fahrradgeschäft in direkter Nähe kooperieren kann. Außerdem bieten kleine Arbeitsplätze Treffpunkte für Studierende und Arbeitnehmer.

Die Anordnung der Container bezieht sich auf das Raster der Parkplätze und harmoniert mit diesen, ohne den Verkehr zu unterbrechen oder aufzuhalten. Vielmehr reihen sich diese unauffällig, dennoch markant in das Raster ein.

 

Neustadt

Die Neustadt ist ein junger Stadtteil auf der linken Seite der Weser im Süden der Stadt, der sich derzeit im Wandel befindet und sich zu einem kreativen Bezirk entwickelt. Mit der Nähe zur Hochschule Bremen, angebundenem Nahverkehr und vielen sozialen Treffpunkten, ist dieser Stadtteil besonders für junge Leute und Studierende ein angesagter Wohnort. Hotspots des Red Grid-Netzwerkes unterstützen das kreative Potential in diesem Stadtteil und fördern den kommunikativen, ideenreichen und künstlerischen Austausch zwischen Menschen.

Der Delmemarkt befindet sich im Zentrum der alten Neustadt und ist ein viel bespielter Platz, auf dem mehrere Veranstaltungen wöchentlich stattfinden. Eine Containerkonstellation an diesem Ort unterstützt die bereits genutzte Veranstaltungsfläche und kann darüber hinaus mit diesen interagieren. Die Nutzung der einzelnen Hotspots können zwischen mobilen Cafés und Flohmarkt- oder Wochenmarktständen variieren. Weitere Co-Working-Spaces im Obergeschoss stellen einen Hochschulbezug her und bieten nicht nur Studierenden die Möglichkeit zu arbeiten.

Die Anordnung der Container ergibt sich über die Fluchten und Kanten des vorzufindenden Städtebaus. Die Konstellation öffnet sich zu dem Platz, um mit den dort stattfindenden Veranstaltungen zusammenzuspielen.