

Ausstellungsansicht
Unser Stadtbild ist durch die Ökonomie des Bauens geprägt. Oft entstehen dadurch ungenutzte Lufträume im Stadtraum. »Fill In The Gaps« hat sich zum Ziel gesetzt, diese zufällig entstandenen »Lücken« im Stadtraum visuell zu erobern. In einer stadtweiten Ausstellung werden ungenutzte, vorher unscheinbare Lufträume mit künstlerischen Interventionen gefüllt. Das Projekt dient als Vermittler zwischen Künstlern und Hausbesitzern im stark privatisierten Bremer Stadtraum und soll außerdem zu einer überregional bekannten Veranstaltung heranwachsen.

»Lücken« im Bremer Stadtraum
Kunst im Stadtraum hilft uns, eine persönliche Beziehung zu dem Ort aufzubauen, an dem wir leben. Sie ist für alle zugänglich. Temporäre Installationen im Stadtraum können gezielt einen Ort und seine Umgebung beleben, auf aktuelle Themen eingehen und uns im Idealfall auch selbst zur Partizipation und Aneignung eines Ortes anstiften. Allerdings wird die Finanzierung und Umsetzung von Kunst im öffentlichen Raum im Land Bremen zunehmend schwieriger. Gründe sind unter anderem die hohe Verschuldung und Privatisierung des Landes. Im Bereich Kultur muss also zwangsläufig auch im privaten Bereich angesetzt werden.
»Fill In The Gaps« ist eine Ausstellung im urbanen Raum, die jährlich in Bremen stattfinden soll. Nationale und internationale Künstler bekommen die Möglichkeit, in zuvor ausgewählten ungenutzten Lufträumen (»gaps«) in der Bremer Innenstadt auszustellen und künstlerische Projekte zu realisieren. Dabei werden Künstler gefördert, deren Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Kunst und Architektur liegen. Das Festival soll so eine Alternative zu Street-Art-Festivals darstellen, welche sich vorrangig auf zweidimensionale Arbeiten konzentrieren.

Eine Internetpräsenz vernetzt Künstler, Hausbesitzer und Organisatoren.
Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Kommunikation zwischen Künstlern und privaten Hausbesitzern. Dabei soll über Jahre ein starkes Netzwerk aus Künstlern, Organisatoren und Hausbesitzern entstehen.
Eine Zusammenarbeit von Nina Sieverding (Integriertes Design, HfK Bremen), Inge Rüten-Budde (Digitale Medien, HfK Bremen/Universität Bremen), Hauke Bergmann (Architektur, Hochschule Bremen)