Create Reality – Hallengestaltung des Biba Instituts in Bremen

Studierende
Semester
Art des Projekts

Hallengestaltung

1. Bestandsfotos der Halle

 

1.1  Die Forschungsbereiche des Biba Instituts

Das BIBA arbeitet in den Kernbereichen der Produktion und Logistik. Effizienz, Innovation, Automatisierung, Unterstützung, Sicherheit, Entlastung und Assistenz zählen zu den Zielen des Unternehmens, dass sich durch Nutzung von Systemen, Software, Künstlicher Intelligent, Robotern, Datenerfassung und Analyse, Maschinen und Handwerk auszeichnet. 

Themenübergreifend kooperiert das BIBA mit Partnern in zahlreichen Projekten. Dafür steht die Halle des BIBAS zur Verfügung: Als Arbeitsfläche für Projektentwicklung, Bau von Prototypen, Umsetzung, Veranstaltungsraum und nicht zuletzt die Ausstellung der erarbeiteten Projekte. Dementsprechend stark wird der zur Verfügung stehende Platz bisher bespielt: Maschinen, Ausstellungsobjekte, Banner, Projektionsflächen, Arbeitsplätze und zahlreiches mehr füllen den Raum. 

Im Kern unseres Projekts geht es um die Gestaltung eines Raumkonzepts, das die Arbeiten des Bibas für Besucher, Kooperationspartner und Interessierte zugänglich präsentiert sowie die verschiedenen Bereiche der Halle zusammenführt. 

 

 

2. Konzeptentwicklung

Thematik der Projekte

Die Thematiken der Projekte, an denen das BIBA mitwirkt und mitgewirkt hat, war der nächste Schritt unserer Analyse. Das breite Spektrum an Themen und Themenfeldern erschloss sich durch die Auseinandersetzung mit dem Archiv auf der Website des BIBAs. 

 

Methoden der Ausstellung

Zur Gestaltung der Ausstellung recherchierten wir verschiedene Methoden aus der Ausstellungsgestaltung, um Räume narrativ zu organisieren. Zwischen chronologisch, thematisch, markenorientiert und integriert entschieden wir uns zunächst für eine thematische Abgrenzung zwischen Produktion und Logistik, die jedoch integrierte Aspekte aufweisen sollte: Die beiden Bereiche seien zwar getrennt, jedoch abhängig von der individuellen Besucherführung auch übergreifend darstellbar. Als ersten Ansatz zur Orientierung innerhalb des Ausstellungsbereichs fertigten wir Skizzen zu möglichen Besucherwegen an. 

 

Hallenaufteilung

Die Analyse bot für uns eine passende Grundlage, um in die Organisation der Hallenaufteilung überzugehen, da sich bereits einige thematische Kernpunkte daraus erschlossen. Das BIBA selbst hatte bereits eine inhaltlich orientierte Vorstellung einer Unterteilung der halbkreisförmigen Halle in einzelne Segmente erstellt. Die Idee einzelner Segmente griffen wir auf, doch erhöhten wir unseren Anspruch an die gesamte Unterteilung auf klar definierte Abgrenzungen der einzelnen Bereiche Ausstellung, Veranstaltung, Innovationsbereich und Werkstatt in einer praxisorientierten Anordnung und passten die Raumaufteilung an eine für uns sinnvollere Aufteilung an. 

 

 

 

3. Konzeption

Die Grundlage unseres Gestaltungskonzepts bildet eine geschlossene Architektur als neu erschaffener Raum in der Halle. Sie besteht aus miteinander verbundenen, quaderförmigen Konstruktionen, die entgegen der Rundung der Halle die rechtwinklige Grundarchitektur des Gebäudes wieder aufgreifen. Dabei wird der Besucher durch diese begehbaren Kuben geführt, deren insgesamt fünf Räume als Ausstellungsräume für einzelne Projekte des BIBAs bespielt werden können. Hinzu kommen offene Flächen innerhalb der Hallenbegrenzung der Ausstellung, die genug Platz für mindestens zwei besonders raumgreifende Projekte bieten. 

Durch die Unterteilung in einzelne Räume und Außensegmente wird eine grobe Limitierung der Projekte gesetzt, die zeitgleich ausgestellt werden können, was eine konzentriertere Darbietung dieser ermöglicht. Die Aufteilung in Außenflächen und Innenräume schafft zudem die Möglichkeit, etwa zwei unterschiedliche Themenfelder voneinander zu separieren, ohne sie jedoch grundsätzlich durch eine starre Grenze voneinander zu trennen. Da die Halle neben einer Ausstellungsfläche auch ein Arbeitsplatz ist, wird durch die Verbindung mit den Außenbereichen zudem eine Verknüpfung zwischen diesen beiden Feldern geschaffen. In die Außenflächen werden dafür zusätzliche Workstations mit Besprechungstischen und Arbeitsplätzen platziert. 

Bei der Besucherführung wechseln sich die Bereiche dementsprechend durch die Positionierung der Türöffnungen in der Architektur ab, wodurch das Ineinandergreifen verschiedener Gebiete angedeutet wird. Unterstützt wird die Verbindung zwischen dem Außen und dem Innen durch Erweiterungen der Überdachung der Kuben überhalb der außen entlangführenden Besucherwege. Die gewählte Anordnung der Räume sichert nicht zuletzt den Zugang zu Fluchtwegen, da jeder Raum mindestens einen direkten Ausgang zur Außenfläche hat. Das Dach der Architektur ist durch versetzte Raumhöhen in zwei Ebenen unterteilt, wobei die eine drei, die andere vier Meter Höhe misst. Die unterschiedlichen Höhen schaffen ein erlebbares Raumgefühl: Die einzelnen Raumteile weiten sich an Flächen mit höherer Decke aus und ziehen sich an jenen Stellen mit niedriger Höhe wieder zusammen. Das Dach selbst bietet einen zusätzlichen Ausstellungsbereich: Die Oberfläche kann mittels Projektionen bespielt und über die Balustrade oder das Plateau der Halle betrachtet werden. 

Als Abgrenzung zu den umliegenden Räumen wird dabei im Kontrast zur Ausstellungsarchitektur die Rundung der Balustrade als Formgrundlage verwendet. Dazu wird eine halbtransparente Wand aus rot getöntem (Plexi?-)Glas als Begrenzung eingesetzt. Sie bietet die nötige Unterstützung zur optischen und räumlichen Klarheit der eigentlichen Hallenbegrenzung und dennoch genug Transparenz, um in die Ausstellungsfläche hinein- und aus ihr hinaussehen zu können. Dazu trennt sie die angrenzenden Räume insoweit ab, dass die Ausstellungsfläche für sich stehen kann, jedoch durch die Transparenz inhaltlich nicht gänzlich von den Arbeitsräumen getrennt ist. Hinzu kommen auch hier Fluchtwege, die durch Lücken in der Glaswand geöffnet werden und durch dahinterliegende einzelne Wandelemente mit ausreichend Abstand visuell in das Erscheinungsbild eingebunden werden. Die rote Farbe orientiert sich am Rot des BIBA Logos. 

 

 

4. Entwurf

Grundriss mit und ohne Dach

 

 

Schnittansicht

 

Ansichten